Das Veneer ist die ästhetische Lösung für die Frontzähne – zahnsubstanzschonend, farbstabil und haltbar für Jahrzehnte.

Veneers sind in der Zahnmedizin noch relativ neu, weil sie erst durch die neuen Klebetechniken möglich wurden. Früher war die Überkronung die Standardmethode. Dabei mussten rund 50 % der Zahnsubstanz geopfert werden, um die Stabilität der Krone zu gewährleisten beziehungsweise um sie nicht zu klobig wirken zu lassen. Beim Veneer werden höchstens 5-10 % des Zahnes beschliffen und neuerdings gibt es auch eine Methode, bei der auf das Schleifen ganz verzichtet werden kann . Das ist durch den Einsatz von Lithiumdisulfat-Keramiken möglich geworden, wodurch eine hauchdünne Schale von nur 0,3 mm herstellbar ist.

Wann sind Veneers angebracht?

– zum Schließen von Zähnlücken,
– zur Zahnverlängerung bei Abkauungen,
– zur Zahnverlängerung von Natur aus zu kurzen Zähnen,
– bei Zahnverfärbungen,
– bei unschönen Zahnformen,
– bei Zahneng- und Schiefständen,
– bei Zahnfrakturen,
– bei unschönen Kunststoffüllungen

Veneerarten:

1. das Non-Prep-Veneer, es ist nicht-invasiv – kein Schleifen!
Hier wird überhaupt nicht gebohrt und man braucht keine Angst vor einem Eingriff zu haben, weil ein solcher gar nicht wirklich stattfindet. Es gibt nur einen Abdruck und nach einer Anprobe werden die Schalen aufgeklebt. Das Risiko, dass es nicht gut aussieht, liegt auch bei Null, weil es vorher zu einer Anprobe oder gar zu einem Probetragen kommt. Leider ist ein solches Non-Prep- Veneer nicht immer indiziert.

Es ist besonders geeignet zum Schließen von Lücken und zur Verlängerung abgekauter Zähne. Sind die Zähne eng und stehen gestaffelt, kann man es nicht verwenden.

2. das „normale“ Veneer, minimal-invasiv, geringes Schleifen nur im Schmelzbereich.
Stehen die Zähne eng und schief, sind sie zu kurz oder zu breit, sind sie zu dunkel oder zu stark gefüllt, ist diese Art von Veneer  indiziert.

3. Stark-invasiv, starkes Beschleifen
stehen die Zähne im starken Staffelstand, was bei Mitteleuropäern besonders im unteren Frontbereich sehr häufig der Fall ist, muss stark beschliffen werden, um den Staffelstand durch Schleifen auszugleichen, weil eine Begradigung ansonsten nicht gelingen würde.

Wenn man Angst vor dem Schleifen hat und gesunde Zahnsubstanz nicht opfern möchte, ist diese Art von Veneers nicht geeignet. Ich verwende sie in meiner Praxis überhaupt nicht mehr.

Was Abhilfe schaffen könnte, wäre eine aufwändige kieferorthopädische Behandlung, die den Zahnengstand durch Kieferdehnung beseitigt. Dieses dauert  jedoch Jahre und kostet ein kleines Vermögen, weil die Kassen im Erwachsenenalter nicht erstatten. Auf diese Weise  bleiben 80 % der Fälle unversorgt und die Menschen laufen mit ihrem unschönen Zahneng- und -staffelstand durchs Leben.

4. Non- oder minimalinvasiv, kein oder geringes Schleifen dank Schienenvorregulation (Aligner)
Das Zauberwort heißt nun: Aligner-Orthodontie – diese Kombimethode von Zahnregulation und Veneering ist eine Neuheit und wird in meiner Praxis bereits eingesetzt. Sie spart Zeit und Kosten und liefert perfekte Ergebnisse. Statt den Kiefer zu dehnen, um Platz für die engstehenden Zähne zu machen, werden mittels Schienen (Aligner) Zahneinzelbewegungen vorgenommen bis diese in einer Reihe stehen. Das Ganze dauert nicht Jahre, sondern nur 8-12 Wochen und kostet ein Bruchteil dessen, was eine kieferorthopädische Regulation ausmachen würde. Stehen die Zähne dann gerade, kann man non- oder minimal-invasiv vorgehen,  wovor keiner Angst haben muss und das Ergebnis ist einfach  fantastisch!

Fallbeispiel: